Ramen

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Nudelheissundhos

Ramen

Ramen in der Suppenbowl

Dieses Gericht ist eigentlich keines Beitrags in einem Foodblog würdig, denn es ist reine Convenience. Tiefgekühlte Ramen aus dem Discounter in einem Topf heiß gemacht und kurz köcheln lassen und dann servieren und genießen.

Aber ich mache einmal einige Anleihen bei meinem Kollegen Dirk auf https://www.herdnerd.de, der seine einfachen Rezepte immer noch ein wenig redaktionell ausschmückt. Und äußere einmal über dieses Tiefkühlprodukt einige wesentliche Dinge.

Zum einen ist die Bezeichnung des Produkts falsch. Ramen heißt auf Japanisch schon „Nudelsuppe“, es ist also für Verbraucher irreführend, das Produkt noch um ein weiteres Wort „suppe“ zu „Ramensuppe“ zu erweitern. Germanistisch geschulte Leser werden sicherlich auch den griechischen Begriff für dieses doppelte Wortspiel wissen, der mir jetzt ad hoc nicht einfällt. Es ist eben doppelgemoppelt. Passender wäre gewesen, das Produkt in der Hauptüberschrift „Ramen“ und in der Unterüberschrift „Japanische Nudelsuppe“ zu nennen. Das wird dem Produkt mehr gerecht.

Der Serviervorschlag auf der Packung

Des Weiteren sieht der von der Industrie immer so genannte „Serviervorschlag“ der Ramen auf der Verpackung natürlich sehr viel besser aus als das zubereitete Produkt. Kein Wunder, dabei waren Foodstylisten am Werk.

Nun ist ja seit je her die Frage offen, wer eigentlich die Nudeln erfunden hat? Waren es die Italiener mit ihrer Pasta? Oder die Chinesen mit ihren (Mii-)Nudeln? Wobei erwähnt sein soll, dass die japanische Ramen auf ein Gericht aus China aus dem 19. Jahrhundert zurückgeht. Fairerweise kann man vielleicht einfach sagen, sie wurden rein historisch gesehen parallel erfunden, wobei dies eventuell zu einer Zeit geschah, zu der beide Länder noch keinen Kontakt zueinander hatten. Ob dies jedoch historisch und kulinarisch zutreffend ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Gehen wir zurück zur Ramen. Wer schon einmal eine echte, authentische Ramen in einem japanischen Restaurant oder vielleicht sogar schon in Japan gegessen hat, weiß, dass der japanische Koch Wert legt auf diverese Dinge. Da sind zum einen die für eine Ramen verwendeten Nudeln, die ganz speziell für diese Ramen hergestellt werden und natürlich frisch sein müssen. Alle anderen festen Zutaten müssen ebenfalls frisch sein und werden für eine bessere Optik meistens gern erst kurz vor dem Servieren kurz in der Brühe gegart und dann obenauf schwimmend platziert. So z.B. auch gern die mitservierten, gekochten, halben Eier in der Ramen. Und den größten Schwerpunkt legt der Koch sicherlich auf die Brühe der Ramen. Die auch eine ganz spezielle ist, wobei ich ihre Zubereitung nicht kenne. Aber ich kenne den Geschmack einer authentischen Brühe einer Ramen aus einem japanischen Restaurant. Und hier fällt die Tiefkühlramen erwartungsgemäß in der Bewertung deutlich durch. Denn der Brühe ist deutlich anzuschmecken, dass es eben eine Instantbrühe ist, mit Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern, Emulgatoren und weiteren industriellen Zutaten. Eine Brühe einer echten Ramen in einem japanischen Restaurant hat Klasse, ist authentisch, ist edel und sehr, sehr wohlschmeckend.

Nicht ohne Grund isst dann der/die Japaner:in oder der/die Japanliebhaber:in die groben Zutaten der Ramen mit den Stäbchen. Und greift dann mit beiden Händen die Suppenbowl und schlürft die Brühe genüßlich hinunter.

Noch kurz ein Wort zu den weiteren, tiefgefrorenen Zutaten: Die verwendeten Nudeln sind gut und lecker, das muss man konstatieren. Die restlichen Gemüsezutaten sind sicherlich frisch und knackig verarbeitet und eingefroren worden und somit für dieses Tiefkühlprodukt nicht zu beanstanden.

Alles in allem ist es aber eben ein Tiefkühlprodukt, es ist Convenience und Fastfood. Wer echtes Essen liebt, lässt diese Ramen im Tiefkühlregal des Discounters liegen, geht in ein japanisches Restaurant, gibt das Geld für eine echte Ramen aus und erfährt Genuss. Wer jedoch eine gute asiatische Nudelsuppe auf die Schnelle essen möchte, kann hier ab und zu zugreifen.

Es bleibt aber wie immer der Rat eines früher mit mir bekannten Chinesen, der sich zu den in ähnlicher Weise auf dem Markt angebotenen, chinesischen Nudelsuppen mit Schnellkochnudeln und Brühe und Würzpaste in Beutelchen äußerte, die in 3 Minuten zubereitet sind. Man kann sie durchaus essen. Aber nicht mehr als einmal in der Woche. Sonst sind sie gesundheitsschädlich!

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Packungen Asia Green Garden Japanese Ramensuppe Veggie-Shoyu-Style (à 430 g)

Zubereitungszeit: 10 Min.

Leckere Nudeln

Zubereitung:

Packungsinhalt tiefgefroren zusammen mit zwei Esslöffeln Öl in einen Topf geben und 5 Minuten erhitzen, bis sich vor allem die tiefgefrorene Brühe aufgelöst hat. Dann bei mittlerer Temperatur unter gelegentlichem Rühren nochmals 5 Minuten garen.

Auf zwei Suppenbowls verteilen und mit Stäbchen servieren. Guten Appetit!

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